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3.2.     Die vier Sicherheitsgrundregeln

 

Diese Regeln müssen dauernd wiederholt und angewandt werden. Sie lauten folgendermassen:

 

1.    Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten!

       Es gibt keine Ausnahme. Der Umgang mit Waffen ist konsequent und bedingungslos ernst zu nehmen. Die Unfälle ereignen sich immer mit vermeintlich ungeladenen Waffen;

2.    Nie eine Waffe auf etwas richten, das man nicht treffen will!

       Die meisten Schiessunfälle ereignen sich wegen der Nichteinhaltung dieser Regel. Wenn jemand diese Bestimmung verletzt und darauf aufmerksam gemacht wird, so antwortet er in der Regel "meine Waffe ist nicht geladen!" (Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten);

3.    Solange die Visiervorrichtung nicht auf das Ziel gerichtet ist,
ist der Zeigefinger ausserhalb des Abzugbügels zu halten!

       Ein angeborener Reflex des Menschen ist es, in Stressituationen die Hände zu verkrampfen. Die Kraft, die eine aufgeschreckte Person dabei ausübt, kann bis 20 kg betragen. Befindet sich der Zeigefinger am Abzugbügel (Abzugswider­stand 2,5 kg), kann dies eine ungewollte Schussabgabe auslösen. Ausserdem benötigt der Zielvorgang mehr Zeit, als mit dem Zeigefinger an den Abzug zu gelangen. Der Schütze verliert also keine Zeit und gewinnt dafür an Sicherheit;

4.    Seines Zieles sicher sein!

                   Vor dem Schiessen ist das Ziel immer zu identifizieren. Der Schütze  

                   muss sich über die Konsequenzen bei Querschlägern, Fehlschüssen und

                   beim Durchschlagen des Zieles im Klaren sein. Er ist für jeden

                   abgegebenen Schuss verantwortlich.

 

 
                                         
                                                                                                                                                                                                 Stand: 17.04.2017